Samstag, 19. Januar 2008

www.schaubuden.de

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Seit über 10 Jahren arbeite ich an meiner Monographie über die Schaubuden auf den Jahrmärkten. Im Laufe der Jahre sind sie zu meinem größten Interessensgebiet geworden und haben somit meiner Leidenschaft für den Circus ein wenig den Rang abgelaufen. Ich denke, meine Faszination für diese einst sehr verbreiteten Stätten einer populären Kultur kommt in den Texten auch zum Ausdruck.
Die Schaubuden auf den Jahrmärkten stellten lange Zeit einen wichtigen Bestandteil der Unterhaltungskultur weiter Teile der Bevölkerung dar, die mit anderen Formen kaum in Berührung kamen. Ihr Bild von der Welt wurde zu einem nicht unbeträchtlichen Teil von den Schauen und Ausstellungen auf den Jahrmärkten geprägt. Man muss hierbei bedenken, dass der Jahrmarkt in der nächsten Stadt für die Landbevölkerung oftmals den einzigen Berührungspunkt mit der Welt außerhalb des eigenen Erfahrungshorizonts darstellte. Aber auch im von Arbeit geprägten Alltag der städtischen Unter- und unteren Mittelschichten nahm so ein jährliches Volksfest eine herausragende Stellung ein. Weitere Vergnügungsangebote für das breite Volk kamen nur langsam und zunächst nur in sehr großen Städten auf. Eine „Freizeitkultur“ konnte zudem erst entstehen als auch die „freie Zeit“ zur Verfügung stand.

Ich muss zugeben, dass ich ein wenig stolz auf meine Arbeit bin, die mittlerweile schon viel Anerkennung und Beachtung gefunden hat und oft zitiert wurde.
Besonders freut es mich, wenn Studenten, Museums- und Theaterleute oder Journalisten bei der Recherche für diverse Projekte auf meine Seiten stoßen und Kontakt mit mir aufnehmen. Ohne das Medium Internet wären diese Kontakte nicht zustande gekommen. Etwas bedauerlich ist es allerdings, wenn ich für meine mitunter nicht unerheblichen Hilfen, die auch schon einmal grundsätzliche konzeptionelle und inhaltliche Überlegungen bei oftmals wenig strukturierten Ansätzen der Ratsuchenden umfassen, nicht wie versprochen an den Ergebnissen der Arbeiten teilhaben darf - ein Schelm der Böses dabei denkt ...

Leider finden sich in diversen Veröffentlichungen mitunter Textpassagen, Gedankengänge oder Schlussfolgerungen aus "schaubuden.de" ohne Quellenangaben. Ein ungebührliches, beschämendes und dummes Vorgehen, das bei einer Internet-Publikation besonders schnell "auffliegt". Hinzu kommt, dass Veröffentlichungen zum Thema rar und gesucht sind, da fällt dem Kreis der Interessierten so etwas schnell auf ...
Nicht selten werden meine Ergebnisse aus der Literatur- bzw. Quellenarbeit als eigene Recherchen ausgegeben, hier folgt zunächst einmal ein Schreiben an den Autor.
In Fällen, wo sich jedoch in dreister Weise auch noch meiner eigenen Texte direkt oder indirekt ohne Angabe der Quelle bedient wird, wehre ich mich mittlerweile konsequent und schreibe gleich Verlage und Institute unter ausführlicher Gegenüberstellung der entsprechenden Passagen an.


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