Samstag, 16. Juli 2011

Der Vegetarier als Freak

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Vor 100 Jahren waren für weite Teile der Bevölkerung den Möglichkeiten zum Ausleben der eigenen Individualität noch strenge Schranken gesetzt, ein "standesgemäßes", den allgemeinen Vorstellungen entsprechendes "normgerechtes" Aussehen war selbstverständlich. Um so größer war das Interesse  am "Abnormen", am "Andersartigen", von dem nicht zuletzt die Schaubudenbesitzer profitierten. Ein Beispiel sind die Ganzkörpertätowierten, die früher häufig ihr Auskommen als Schauobjekte fanden und heute kaum noch beachtet werden. Das Schaulust am "Abnormen" ist dabei durchaus nicht zurückgegangen, ihre Objekte sind nur zum Teil andere geworden - und die Orte ihrer Präsentation ...
Auch nicht konforme Verhaltensweisen weckten stets die Neugier, vor 100 Jahren sogar Vegetarier wie Josef Weisgärber, der aus seiner "abnormalen" Lebensführung sogar Profit schlug und Souvenirkarten verkaufte:
Sammlung Nagel

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