Freitag, 16. Mai 2008

Sammlerfreuden

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Das Ausmaß dieser Freude können nur Sammler verstehen: Nach jahrelangem Suchen konnte ich endlich einen Führer eines der letzten reisenden Panoptiken aus den 1950er Jahren erstehen. Obwohl ich zahlreiche "Cataloge" von Wachsfigurenkabinetten weit älteren Datums besitze, stellt dieses Exemplar etwas Besonderes für mich dar.

Hoppes Panoptikum "Der Mensch in gesunden und in kranken Tagen" war eine reine anatomisch-pathologische Schau, umfasste also nicht auch Wachsfiguren von Berühmtheiten, "Verbrechergalerien", Kuriositäten, Reliquien, Naturkundliches usw.

Solche "Aufklärungsschauen" oder auch entsprechende Abteilungen in herkömmlichen Panoptiken boten - wie heute "google" - hypochondrisch veranlagten Menschen zahlreiche Möglichkeiten zur Selbstdiagnose ihrer diversen Wehwehchen, so zum Beispiel der hier abgebildete "Schmerzensmann: "Was könnte es sein? Eine Schädigung oder Entzündung? - Bitte, drücken Sie auf die am Torso angebrachten Druckknöpfe, an die Stelle, wo es bei ihnen weh tut. An den Leuchttafeln (...) wird das Organ aufleuchten, das ihnen evtl. Beschwerden verursacht."
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